Schön so

Die Schönheit (Substantiv, weiblich)

 

Als Synonym zu „Schönheit“ führt Duden unter anderem Anmut, Attraktivität, Ausstrahlung und Charisma auf.  Spannend klingt es auch bei Wikipedia, wo Schönheit wie folgt erklärt wird; Schönheit als Gegensatz zu Hässlichkeit ist ein abstrakter Begriff, der stark mit allen Aspekten menschlichen Daseins verbunden ist.  

 

Schönheit trifft man in unserer Welt immer und überall. In der Natur, bei den Tieren, den materiellen Dingen und nicht zuletzt in den Menschen. Heute geht es mir jedoch nicht um die wunderbare Schönheit unserer Erde oder deren Bewohner, sondern vielmehr um die Schönheit verbunden mit Frau sein. Die eigene Schönheit, die viel zu viele Frauen leider nicht erkennen. Dabei spreche ich nicht von 90/60/90, endlos langen Beinen und dem perfekten Make-up. Vielmehr möchte ich darauf eingehen, dass wahre Schönheit von innen kommt und im Aussen unterstrichen werden kann. Was genau definiert denn „Schönheit“? Als Visagistin und Stylistin kenne ich die Masse und Formen einer perfekten Frau. Aber ist denn perfekt sein überhaupt das Ziel? Unperfekt perfekt, wäre meine Antwort und meine subjektive Meinung dazu. Persönlichkeit haben und zeigen finde ich schön. Ein strahlendes Lächeln ist wunderschön und wenn wir dieses noch dezent im Aussen unterstützen, dann wird es umwerfend! Die Innere, mit der äusseren Schönheit verbinden, darum geht es mir unter anderem auch in meinen Coachings und an meinen Workshops. Wie wir etwas sehen ist immer eine Frage des Blickwinkels. Eigenbild und Fremdbild sind Bilder, die meist sehr differenziert wahrgenommen werden. Um diese Wahrnehmungen in Einklang zu bringen, müssen wir lernen uns selbst richtig zu sehen und dies auch zu zeigen. Das gelingt Frau meist nur begrenzt. Ich lehne mich aus dem Fenster und pauschalisiere: wenn wir Frauen uns vor den Spiegel stellen, sehen und betiteln wir erst mal all das, was uns nicht gefällt. Der nicht vorhandene straffe Bauch, der zu dicke oder zu flache Po, die zu kleinen oder zu grossen Brüste die sich (wie könnten sie auch anders) der Schwerkraft beugen, die krumme Nase, die zu hohe Stirn, die vorhanden und sogar die noch nicht vorhandenen Fältchen… Ich könnte unzählige Bücher füllen mit Sätzen, die mir Frauen schon über sich selber anvertraut haben. Beinahe ausschliesslich kritische, negative, bis hin zu manchen echt selbstzerstörerischen Ansichten über ihr Selbst. Es ist traurig, was Frau beim Blick in den Spiegel alles sieht, was alles nicht gefällt und noch trauriger ist es, wieviel Schönes dabei vollkommen übersehen wird. Es scheint normal zu sein, dass Frau sich selbst kritisiert und die ganzen Freundinnen dies dann wiederum dementieren. Nur „fishing for compliments“? Ich glaube das geht tiefer. Irgendwie sind wir mit diesem Verhaltensmuster gross geworden. Aber das kann nicht gesund sein und daher sollten wir das schleunigst ändern! Nicht ganz einfach allerdings, sich von alten, eingefleischten Mustern zu lösen. Stellt euch vor Ladies. Was passiert wohl, wenn ich mich vor meine Freundinnen stelle und mich selbst lauthals als unglaublich tolle, gutherzige & schöne Frau rühme. Ich behaupte, anstelle eines wohlverdienten Applauses würde folgendes passieren: Stille, gepaart mit leicht entsetzten Gesichtern, würde den Raum erfüllen und nach dem ersten Schock würden ein paar Sprüche über mein gesteigertes Ego folgen. Also, nur damit ich das richtig verstehe. Frau soll lernen sich gut zu finden und sich selbst anzunehmen wie sie ist, aber darf es dann, wenn sie endlich in der Selbstliebe angekommen ist, nicht laut aussprechen? Was für ein Bullshit! Ich plädiere dafür, dies mit sofortiger Wirkung zu stoppen und wiederhole den Satz: „wie wir etwas sehen, ist immer eine Frage des Blickwinkels“. Also meine Lieben, stellt euch vor den Spiegel und achtet auf all die schönen, positiven und wunderbaren Dinge an euch. Ich bin überzeugt, dass es davon ganz viele gibt! Fragt euch wer ihr seid und wo ihr mit euch selber steht und wenn das nicht da ist, wo ihr stehen wollt, dann bewegt euch. Frei nach dem Motto „se non ti piace dove stai, cambia, non sei un albero“ (auf Deutsch: wenn dir nicht gefällt wo du stehst, beweg dich, du bist schliesslich kein Baum). Zeigt eure Persönlichkeit und unterstreicht diese bewusst im Aussen. Verbindet eure innere und äussere Schönheit. Verinnerlicht, was ihr an euch mögt und steht dazu. Ich finde, Frau darf sich auch mal selbst loben! In diesem Sinne – carpe diem J

 

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Kommentare: 2
  • #1

    noemi (Freitag, 02 März 2018 09:42)

    sehr schön!

  • #2

    gabi (Mittwoch, 16 Mai 2018 11:26)

    auf den punkt.