(Vor-)Satz

Mein Vorsatz, keine Vorsätze

Wer kennt das nicht. Vorsätze, was wir morgen alles erledigen, angehen und ändern. Morgen, mach ich Sport und ernähre mich gesund. Morgen, übe ich mich in Gelassenheit. Morgen, nehme ich mein Leben in die Hand. Unser „morgen“ wird vollgestopft mit Vorsätzen und Erwartungshaltungen. Brandaktuell zum Jahreswechsel. Gleich ein ganzes Bündel guter Vorsätze wartet wie jedes Jahr auf seine Verwirklichung. Mehr als 60 Prozent der Schweizer fassen jedes Jahr zu Silvester mindestens einen guten Vorsatz. Die Meisten wünschen sich mehr Zeit für ihre Lieben und ein gesünderes Leben. Ich bin überzeugt, viele von ihnen formulieren seit Jahren denselben (Vor-)Satz. Der Plan steht - die Absichten sind die Besten. An der Umsetzung scheitert es oft. Was wir ändern möchten, sind meist Muster und Angewohnheiten, welche wir tief in uns verankert haben. Festgefahrenes loszulassen benötigt vollen Körpereinsatz. Um ein Beispiel zu nennen. Frauen-Vorsatz Nummer 1: Abnehmen! Meist bleibt es bei dieser Formulierung und während Frau die alten Koch-, Ess- und Bewegungsgewohnheiten an den Tag legt, ist sie zusätzlich gestresst, sogar frustriert weil nichts geht und sie ihre eigenen Erwartungshaltungen nicht erfüllt. Wenn man alte Gewohnheiten ablegen möchte, ist es unumgänglich erst zu definieren, wie die Neuen aussehen sollen. Konkrete Formulierungen und Ziele, die realistisch und mit unserem Alltag vereinbar sind. Sobald wir uns dessen bewusst werden, sollte die Umsetzung nicht auf morgen, die neue Woche oder das neue Jahr warten. Der beste Moment zu leben, erneuern, ändern oder umzusetzen ist immer JETZT! Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als die Gegenwart. Vertagen wir unsere Vorhaben, Wünsche und Ziele, landen wir morgen in einem Labyrinth von Erwartungshaltungen und streuen diese dann ins Irgendwann. Es ist wichtig im Jetzt zu spüren, was wir behalten, tun oder loslassen möchten. Im Jetzt das zu tun, was uns gut tut. Uns selber treu zu sein. Das Leben zu leben und zu lieben. Handeln statt vornehmen. Wenn ich also einen Vorsatz definieren muss, dann den Vorsatz, keine Vorsätze. Denn heute war gestern schon morgen! Im diesem Sinne wünsche ich euch ein 2018 gefüllt mit Konfetti, echten Momenten, Freudentränen, Arschbomben und ganz viel Herz im Hier und Jetzt.         

 

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Kommentare: 3
  • #1

    GhostHD (Samstag, 30 Dezember 2017 23:26)

    Gut geschrieben...
    Wahre Worte���

  • #2

    Nadi78 (Sonntag, 31 Dezember 2017 02:17)

    Wie immer „de nagel uf de chopf troffe“
    Spannend gschriebe und so wahr!
    Mega!

  • #3

    Ale (Sonntag, 31 Dezember 2017 10:12)

    Super geschrieben! Ich fühle es, 2018 wird ein gutes Jahr �� Nur einen Vorsatz nehme ich mir: "Lebe den Moment". En guete Rutsch �